"Doppelte Wahrheit" ist ein Roman darüber, wie sich mitten im Mittelalter das Denken befreit.

Der Roman erzählt eine wahre Geschichte: Eine Gruppe von Professoren wird aus der Universität gejagt. Sie dürfen nicht mehr lehren, nicht mehr veröffentlichen, sie müssen um ihre Freiheit und ihr Leben fürchten. Einer der ersten und spektakulärsten Fälle von geistiger Zensur ereignete sich 1277 in Paris.

Der bekannteste Philosoph, dessen Werk damals auf den Index gesetzt wurde, war Thomas von Aquin. Er ist ein wichtiger Akteur in diesem Roman, aber im Mittelpunkt der Handlung steht der radikale Wissenschaftler Boetius von Dacien. Von seiner dänischen Heimat über Paris bis ins italienische Exil zeichnet der Roman seinen fiktiven Lebensweg nach. An seiner Seite sehen wir als Nebenfiguren seinen großen Konkurrenten Siger von Brabant und seine Geliebte, die Begine Marguerite Porète. Alle drei müssen auf abenteuerlichen Wegen vor der Inquisition fliehen. Die beiden Männer stellen sich unter den Schutz des liberalen Papstes Johannes XXI. Doch dann kommt mit diesem Papst ihr wichtigster Fürsprecher unter mysteriösen Umständen ums Leben. Die Hoffnung, in die Heimat zurückkehren und wieder arbeiten zu dürfen, zerschlägt sich. Siger von Brabant wird in einem brutalen Racheakt ermordet, Marguerite Porète 1310 als Ketzerin verurteilt und verbrannt. Einzig Boetius überlebt und muss sich für den Rest seines Lebens in einem Kloster verstecken.

Cover: ©Inga Tomann                                             Leseprobe

 


Karoline Harthun: Doppelte Wahrheit. Roman über den Beginn der Wissenschaft. Berlin 2016

Printausgabe: € 14,99. ISBN: 978-3742702708

E-Book: € 11,99. ISBN: 978-3-7380-9735-1

 

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